« July 2005 | Main | September 2005 »

Digitale Musik: Die Zukunft gehört den Indies

"Die Zukunft des Musikmarktes liegt in den Nischenmärkten", ist Kevin Arnolds, Gründer der Independent Online Distribution Alliance (IODA im Interview mit dem Technologiemagazin "Red Herring" überzeugt. Arnolds Unternehmen bringt die Musik unabhängiger Plattenfirmen ins Netz. Dabei arbeitet er mit rund 650 Labels und 150 Online-Musikshops zusammen und macht im Jahr zwischen 2,5 und drei Millionen Dollar Umsatz. Tendenz steigend. Denn der digitale Vertrieb, der keine Lager- oder Regalbeschränkungen kennt, spielt den Independet-Labels in die Hände. Durch die unbegrenzte Verfügbarkeit von Musik werden sich über kurz oder lang auch die Verkäufe wenig populärer Musik summieren und auf lange Sicht die Umsätze von populären Titeln übertreffen.
-> Q&A: IODA's Kevin Arnold - Red Herring (via Billboard Post Play)

Siehe dazu auch:
-> Digitaler Musikmarkt: Indies als Gewinner - micafilter 15/06/2005
-> IODA: Independent Musikvertrieb als Erfolgsmodell - micafilter 05/05/2005
-> The Long Tail: Die Zukunft der Independent Music Companies - micafilter 22/05/2005
-> Das Ende des Massenmarktes - micafilter 05/10/2004

August 30, 2005 in Download-Services, Musicindustry | Permalink | Comments (1) | TrackBack

Festival c/o pop: "Tiefe Gräben"

Vergangene Woche fand in Köln das Festival für elektronische Popkultur, c/o pop, statt. Bei dem an das Festival angeschlossenen Kongress "öffneten sich tiefe Gräben", berichtet die Berliner Tageszeitung "taz". Netlabels stellten sich gegen Plattenfirmen, Diskussionen um die Verbreitung und Nutzung von digitalen Inhalten im Netz sorgten im Wesentlichen für Ratlosigkeit und bei einer Diskussionsveranstaltung zum 25. Geburtstag der Musikzeitschrift Spex gab es Streit:
-> Praxis entscheidet - taz

August 30, 2005 in Miscellaneous, Musicindustry | Permalink | Comments (0) | TrackBack

BBC will ins Downloadgeschäft einsteigen

Die "BBC" will will künftig kostenpflichtige Musik-Downloads anbieten, berichtet die Nachrichtenagentur "Reuters". Derzeit testet der britische öffentlich-rechtliche Rundfunk eine Software mit dem Namen "MyBBCPlayer", die den Download von Radio- und Fernsehprogrammen ermöglicht. Spätestens ab 2006 sollen über den hauseigenen Media-Player auch Musik-Downloads angeboten werden. Vor kurzem feierte die "BBC" mit einer kostenlosen Beethoven-Downloadaktion Erfolge. Die vom BBC Philharmonic Orchestra eingespielten neun Symphonien wurden insgesamt 1,4 Millionen Mal heruntergeladen.
-> BBC will kostenpflichtige Musik-Downloads anbieten - Musikmarkt online
-> BBC targets music downloads in Internet strategy - Reuters

Siehe dazu auch:
-> Downloads: Beethoven bricht Rekorde - micafilter 21/07/2005
-> BBC: Beethoven-Downloads verärgern Klassik-Labels - micafilter 11/07/2005

August 30, 2005 in Download-Services, Media | Permalink | Comments (0) | TrackBack

Musikempfehlungsservice Pandora gestartet

Anfang dieser Woche hat das Musikempfehlungsservice Pandora seinen Betrieb aufgenommen. Pandora basiert auf dem Music Genome Project, einem Zusammenschluss aus Musik-ExpertInnen, die in den vergangenen sechs Jahren mehr als 300.000 Songs nach charakteristischen Eigenschaften klassifiziert haben. Pandora erstellt für seine BenutzerInnen, die ihre musikalischen Präferenzen am Beispiel einer Band oder eines Songs angegeben haben, auf Basis dieser Daten maßgeschneiderte "Musik-Kanäle". Das Service kann zehn Stunden lang gratis getestet werden, danach werden Abo-Gebühren von drei US-Dollar pro Monat fällig, berichtet der "CNet Music Blog".
-> How to find your new favorite band - CNet Music Blog
-> New Music Service Knows What You Like - PC World

August 30, 2005 in Miscellaneous, software | Permalink | Comments (0) | TrackBack

Klassik: Gershwin reichster Komponist

George Gershwin, Komponist von Klassikern wie "Summertime", "Rhapsody" und "I Got Rhythm", ist nach einer Berechnung der britischen Rundfunkstation Classic FM der reichste Komponist aller Zeiten. Der Wiener Walzer-König Johann Strauss rangiert im Ranking auf Rang zwei. Gefolgt von den italienischen Komponisten Verdi und Rossini. Grundlage für die Berechnungen waren die Einnahmen der Komponisten zu ihren Lebzeiten, berichtet der "Guardian".
-> Gershwin leads composer rich list - The Guardian

August 30, 2005 in Miscellaneous | Permalink | Comments (0) | TrackBack

Online-Musikshops: Download einzelner Songs überwiegt

Rund 96 Prozent aller Transaktionen in US-Online-Musikshops gehen auf den Kauf einzelner Songs zurück, berichtet die Branchenplattform "Digital Music News" unter Berufung auf Quellen in der Musikindustrie. Der Kauf von digitalen Alben bleibt mit vier Prozent hingegen marginal. Die BenutzerInnen der kostenpflichtigen Download-Angebote erweisen sich, wenig überraschend, als "cherry picker" und kehren dem Album-Format den Rücken. Lediglich 2,4 Prozent der in den USA pro Jahr verkauften Alben werden in Online-Musikshops erworben. Der Anteil des Online-Musikgeschäfts an den Gesamtumsätzen der Musikindustrie nimmt hingegen weiter zu. Bei den großen Musikkonzernen wird der Anteil der Online-Verkäufe bereits auf rund sechs Prozent der Umsätze geschätzt.
-> New Data Surfaces on Digital Album, Single Purchases - Digital Music News

August 29, 2005 in Download-Services, Musicindustry | Permalink | Comments (0) | TrackBack

Indie-Musikmagazin Pitchfork Media: Die Erben von Lester Bangs

Das 1995 gegründete Indie-Musikmagazin Pitchfork media hat sich in den vergangenen Jahren zu einem der einflussreichsten Musik-Medien im Web entwickelt. Die "New York Times" porträtiert das Online-Magazin und fühlt sich an die "alternative weeklies" der späten 60er- und frühen 70er Jahren erinnert: "The writing on Pitchfork is much like the alternative weeklies of another era that covered every wiggle and wobble of the music scene - some of it is nonsense and much of it is unwieldy, but it is ambitious and passionately prosecuted. ... Pitchfork is home to the kind of full-on rant-think piece-takedown that was once the specialty of long-and-strong journalism legends like Greil Marcus and Lester Bangs."
-> Garage Rock Meets Garage Critics - New York Times (Kostenlose Registrierung erforderlich)

August 29, 2005 in Media | Permalink | Comments (0) | TrackBack

Online-Community MySpace will eigenes Label gründen

Die Online-Community MySpace verfügt über rund 27 Millionen BenutzerInnen und hat bereits die Suchmaschine Google bei der Anzahl der Seitenaufrufe übertroffen. Auch viele MusikerInnen nutzen das soziale Netzwerk, um ihre Musik vorzustellen und sich mit ihren Fans auszutauschen. Nun wollen die Betreiber des Netzwerkes in Kooperation mit einem noch nicht genannten Musikkonzern ein eigenes Label starten, berichtet die "New York Times".
-> Do You MySpace? - New York Times (Kostenlose Registrierung erforderlich)
-> MySpace To Start A Record Label - paidcontent.org

Siehe dazu auch:
-> Online-Community als Tummelplatz für Bands und MusikerInnen - micafilter 06/07/2005

August 29, 2005 in Miscellaneous, Musicindustry | Permalink | Comments (0) | TrackBack

MP3-Player Rio vor dem Aus

Der japanische Konzern D&M Holdings will die Herstellung des MP3-Players Rio mit Ende September einstellen, berichtet "heise online". Der Markt, heißt es seitens des Unternehmens, sei nicht profitabel genug. Die Marke Rio zählte zu den Pionieren unter den digitalen Musik-Playern. Der Rio PMP 300 sorgte bei seinem Erscheinen, 1998, für gehörige Aufregung in der Musikindustrie. Der Versuch das Gerät durch einen Gerichtsentscheid verbieten zu lassen, endete jedoch erfolglos.
-> MP3-Player-Linie Rio wird eingestellt - heise online
-> Rio-Musikplayer sind bald Geschichte - Futurezone

August 29, 2005 in Gadgets | Permalink | Comments (0) | TrackBack

Tauschbörsen: eDonkey meistgenutztes Filesharing-Protokoll

Das Filesharing-Protokoll eDonkey ist nach Angaben des britischen P2P-Serviceunternehmens CacheLogic die meist genutzte Tauschbörsen-Technologie. eDonkey hat damit die Peer-to-Peer-Software BitTorrent überholt, die in jüngster Zeit ins Visier der US-Filmindustrie geraten war. Die Popularität von Online-Tauschbörsen bleibt indes trotz Klagen der Musik- und Filmindustrie weiterhin ungebrochen. 50 bis 70 Prozent des weltweiten Datenvolumens der Internet Service Provider gehen derzeit auf Filesharing-Netzwerke zurück, berichtet das US-Technologieportal "CNet".
-> P2P-Users traveling by eDonkey - CNet News.com
-> P2P-User reiten den Esel - pressetext austria

August 29, 2005 in P2P | Permalink | Comments (0) | TrackBack