Digitale Musik: Umsätze verdreifacht
Der Verkauf von digitaler Musik boomt. Die Umsätze mit Musik-Downloads im Internet und auf Mobiltelefone haben sich im ersten Halbjahr 2005 verdreifacht. Weltweit wurden mit Musik-Downloads in den ersten sechs Monaten dieses Jahres 790 Millionen Dollar umgesetzt. Dies geht aus einer am Montag vom Verband der internationalen Musikindustrie, Ifpi, veröffentlichten Statistik hervor. Digitale Musik hat bereits den Singles-Markt hinter sich gelassen und macht nun weltweit sechs Prozent der Umsätze der Musikindustrie aus.
CD-Umsätze sinken weiter
Der Tonträger-Verkauf geht unterdessen weiter zurück. Von Jänner bis Juni 2005 musste die Musikindustrie weltweit ein Umsatzminus von 6,3 Prozent hinnehmen. Nach Stückzahlen wurden im Vergleich zum Vorjahr um 6,6 Prozent weniger verkauft. Überraschenderweise ist im selben Zeitraum auch der Verkauf von Musik-DVDs um 3,1 Proeznt beim Umsatz und um 1,6 Prozent nach Stückzahl zurückgegangen. Rückgänge im österreichischen Musikmarkt
Der österreichische Musikmarkt musste insgesamt ein Umsatzminus von 9,6 Prozent hinnehmen und ist laut Ifpi nun 93,6 Millionen Euro schwer.
-> Digitale Musik boomt - pressetext austria
-> Weniger weltweite Musikverkäufe im ersten Halbjahr 2005 - Musikmarkt online
-> Digital music revenues "triples" - BBC
October 4, 2005 in Download-Services, Mobile Music, Musicindustry | Permalink | Comments (0) | TrackBack
Online-Musik: Gwen Stefani-Single als erster Millionen-Seller
Digitale Musik hat ihren ersten Millionen-Seller. Die Single "Hollaback Girl" der US-Sängerin Gwen Stefani wurde mehr als eine Million Mal aus Online-Musikshops heruntergeladen. Ein Vertreter des Labels Interscope, das die Single veröffentlicht, sieht im Online-Erfolg der Single auch ein Zeichen dafür, dass Downloads nun den Massenmarkt erreicht haben, berichtet "Digital Music News".
-> Gwen Stefani Track Crosses One Million Downloads - Digital Music News
October 4, 2005 in Download-Services, Musicindustry | Permalink | Comments (0) | TrackBack
Abo-Pläne: Gespräche zwischen Microsoft und der Musikindustrie abgebrochen
Das geplante Musik-Abo-Service des Software-Giganten Microsoft dürfte noch einige Zeit auf sich warten lassen. Am Dienstag wurden Gespräche zwischen dem Unternehmen und den vier Major-Labels ohne Ergebnis abgebrochen, berichtet das "Wall Street Journal". Nach Angaben des Blattes waren die Lizenzforderungen der Musikindustrie zu hoch. Abo-Services, die gegen eine monatliche Grundgebühr Zugriff auf eine breite Auswahl an Musik-Titeln geben, werden bereits seit längerem von Napster, Yahoo Music und Real Networks angeboten.
-> Microsoft ends licence talks with music labels - Reuters
October 4, 2005 in Download-Services, Musicindustry | Permalink | Comments (0) | TrackBack
Online-Musik: Neuer EU-Vorschlag für gesamteuropäische Musiklizenzen erwartet
Die EU-Kommission will die Entwicklung des europäischen Online-Musikmarktes beschleunigen und die Lizenzvergabe für Online-Musik in Europa vereinheitlichen. Geplant ist eine paneuropäische Musiklizenz, die zentral vergeben wird. Bislang mussten Lizenzen einzeln mit den nationalen Verwertungsgesellschaften verhandelt werden. Die bisherigen Vorschläge der EU-Kommission zur gesamteuropäischen Lizenzierung von Musik stießen bei den Interessensverbänden auf Widerstand. Für Mitte dieser Woche wird ein neuer Vorstoß aus Brüssel erwartet, berichtet "Digital Music News":
-> EU Inches Closer to Pan-European Licensing System - Digital Music News
Siehe dazu auch:
-> EU-Kommission: Neuer Vorstoß zur Lizenzierung von Musik-Downloads - micafilter 18/09/2005
-> Online-Musik: Erste Schritte zu einheitlicher EU-Lizenz - micafilter 18/09/2005
-> Gema warnt vor europaweiten Musiklizenzen - micafilter 26/07/2005
October 3, 2005 in Download-Services, DRM | Permalink | Comments (0) | TrackBack
Musikindustrie hofft auf mobile Downloads und zeigt Apple die kalte Schulter
Führende VertreterInnen der US-Musikindustrie trafen sich Anfang dieser Woche in San Francisco, um auf der CTIA Wireless I.T. & Entertainment-Konferenz die Zukunftsaussichten der Branche zu diskutieren. Mut machte den MusikmanagerInnen dabei die Aussicht, künftig mit Downloads über Mobiltelefonen Umsatzsteigerungen erzielen zu können, berichtet "heise online".
Kritik am iTunes Music Store
Harsche Worte gab es bei der Konferenz für den Marktführer im Online-Musikbereich, den Apple iTunes Music Store. Die Preispolitik des Apple-Musikshops ist der Musikindustrie seit längerem ein Dorn im Auge. Die Industrie drängt vehement auf eine variable Preisgestaltung. Apple beharrt unterdessen darauf, Tracks einheitlich für 99 Cent pro Stück verkaufen zu können. Apple habe etwas in die Welt gesetzt, was die Musikindustrie so nicht haben wollte, meinte Michael Nash, der bei der Warner Music Group für den digitalen Vertrieb zuständig ist. Der von Apple beherrschte Download-Markt sei noch marginal, betonte der Manager und meinte, dass es für die Musikkonzerne durchaus zu verschmerzen wäre, wenn sie künftig auf eine Zusammenarbeit mit Apple gänzlich verzichten würden.
-> Die US-Musikindustrie macht sich Mut - heise online
Siehe dazu auch:
-> Download-Preise: Scharmützel zwischen der Musikindustrie und Apple - micafilter 25/09/2005
September 29, 2005 in Download-Services, Mobile Music, Musicindustry | Permalink | Comments (0) | TrackBack
MusicGiants: Online-Musikshop für Audiophile offiziell gestartet
Der Online-Musikshop MusicGiants, der Downloads in hoher Tonqualität mit einer Datenrate von 470 bis 1100 kBit/s anbietet, hat diese Woche offiziell seinen Betrieb aufgenommen. Das hochpreisige Angebot, ein Track schlägt mit 1,29 Dollar zu Buche, richtet sich vorwiegend an Heimhörer. Vorerst wird das Repertoire der vier Majors im so genannten Lossless-Format von Windows Media Audio angeboten. Mit unabhängigen Labels wird noch über Lizenzen verhandelt, berichtet die "Musikwoche".
-> MusicGiants liefert riesige Downloads - Musikwoche
-> MusicGiants Among Men - Gizmodo
Siehe dazu auch:
-> Online-Musik: Downloads in CD-Qualität mit guten Marktchancen - micafilter 06/06/2005
September 29, 2005 in Download-Services | Permalink | Comments (0) | TrackBack
Download-Plattform EMusic startet Online-Musikmagazin
Der auf Independent-Musik spezialisierte Online-Musikshop Emusic hat ein Online-Musikmagazin gestartet, das den NutzerInnen des Service bei der Erforschung des mehr als 750.000 Tracks umfassenden Repertoires helfen soll. Die Liste der Autoren umfasst prominente Namen wie Neal Pollack und Sonic Youth-Frontman Thurston Moore. Emusic ist nach eigenen Angaben der zweitgrößte Online-Musikanbieter der Welt. Monatlich werden mehr als 2,4 Millionen Titel verkauft.
-> Indie Download Service Emusic Launches Online Music Mag - paidcontent.org
-> EMusic Launches Emusic Magazine - Presseaussendung
Siehe dazu auch:
-> Online-Musikshop Emusic startet "intelligente" Charts - micafilter 17/07/2005
September 27, 2005 in Download-Services, Media | Permalink | Comments (0) | TrackBack
Handelskette Saturn startet Download-Portal
Die Elektronikhandelskette Saturn hat am Montag ihr Musik-Portal Saturn-Download gestartet, berichtet "heise online". Bis zum 2. Oktober sollen potenzielle Kunden mit einem Einstandspreis von 50 Cent pro Track auf die Plattform gelockt werden. Danach werden Einzeltitel um 99 Cent pro Stück verkauft. Das Repertoire umfasst rund 700.000 Titel. 100.000 davon sind im MP3-Format erhältlich. Der Rest wird im WMA-Format (Windows Media Audio) angeboten.
-> Saturn startet Musik-Portal mit 50-Cent-Downloads - heise online
September 26, 2005 in Download-Services | Permalink | Comments (0) | TrackBack
Download-Preise: Scharmützel zwischen der Musikindustrie und Apple
Die Romanze zwischen dem Betreiber des iTunes Music Store, Apple Computers, und der Musikindustrie ist in eine Krise geraten. Nachdem Apple-Chef Steve Jobs das Ansinnen der Major Labels, die Preise für Musik-Downloads variieren zu wollen, in der vergangenen Woche brüsk zurückgewiesen hat, meldete sich am Freitag Warner Music-Vorstandsvorsitzender Edgar Bronfman zu Wort. Er kritisierte auf einer Investoren-Konferenz die Haltung Jobs und sprach sich gegen die Festsetzung der Preise für Musik-Downloads auf 99 Cent aus. Für Anfang 2006 stehen Lizenz-Neuverhandlungen zwischen dem iTunes Music Store und der Musikindustrie an. Mit einer Fortsetzung des Scharmützels um die Preisgestaltung in Online Musicshops darf also gerechnet werden.
-> Apple, record labels to face off over pricing - Reuters
Siehe dazu auch:
-> Widerstand gegen Preiserhöhungen im Online-Musikgeschäft - micafilter 20/09/2005
September 25, 2005 in Download-Services, Musicindustry | Permalink | Comments (0) | TrackBack
Amazon.com vor Einstieg ins Download-Geschäft
Der größte Online-Einzelhändler der Welt, Amazon.com bestätigte gegenüber dem deutschen Nachrichtenmagazin "Focus" seinen geplanten Einstieg ins Geschäft mit Video- und Musik-Downloads. Ob der Einzelhandelsriese ein eigenes Portal für den Vertrieb von Videos und Musiktitel plant, oder mit anderen Anbietern kooperieren wird, bleibt vorerst offen.
-> Amazon plant Video- und Musik-Downloads - Futurezone
September 25, 2005 in Download-Services | Permalink | Comments (0) | TrackBack