Online-Musik: Neuer EU-Vorschlag für gesamteuropäische Musiklizenzen erwartet
Die EU-Kommission will die Entwicklung des europäischen Online-Musikmarktes beschleunigen und die Lizenzvergabe für Online-Musik in Europa vereinheitlichen. Geplant ist eine paneuropäische Musiklizenz, die zentral vergeben wird. Bislang mussten Lizenzen einzeln mit den nationalen Verwertungsgesellschaften verhandelt werden. Die bisherigen Vorschläge der EU-Kommission zur gesamteuropäischen Lizenzierung von Musik stießen bei den Interessensverbänden auf Widerstand. Für Mitte dieser Woche wird ein neuer Vorstoß aus Brüssel erwartet, berichtet "Digital Music News":
-> EU Inches Closer to Pan-European Licensing System - Digital Music News
Siehe dazu auch:
-> EU-Kommission: Neuer Vorstoß zur Lizenzierung von Musik-Downloads - micafilter 18/09/2005
-> Online-Musik: Erste Schritte zu einheitlicher EU-Lizenz - micafilter 18/09/2005
-> Gema warnt vor europaweiten Musiklizenzen - micafilter 26/07/2005
October 3, 2005 in Download-Services, DRM | Permalink | Comments (0) | TrackBack
Musikindustrie: Das Kreuz mit dem Kopierschutz
Die US-Musikindustrie scheint mit ihren Kopierschutz-Maßnahmen wenig Glück zu haben. Der Musikkonzern EMI musste Ende vergangenen Woche eine CD der Sakro-Rocker Switchfoot zurückrufen, weil es der Kopierschutz nicht erlaubte Privatkopien des Werkes zu erstellen. Tim Foreman, der Sänger der Band, gab schon kurz nach Veröffentlichung des Albums in einem - mittlerweile gelöschten - Eintrag in einem Online-Diskussionsforum den KäuferInnen der CD Tipps, wie der Kopierschutz zu umgehen sei.
-> EMI recalls DRM-encumbered CD - The Register
Siehe dazu auch:
-> Kopierschutz-Maßnahmen stoßen bei MusikerInnen auf Unmut - micafilter 21/09/2005
October 3, 2005 in DRM, Musicindustry | Permalink | Comments (0) | TrackBack
RIAA tritt Internet 2 bei
Die Motion Picture Association (MPAA) und die Recording Industry Association of America (RIAA) sind dem Internet 2 Konsortium beigetreten. Sie wollen dort gemeinsam neue Digital Rights Managment Techniken entwickeln. Internet 2 ist ein Hochgeschwindigkeitsnetzwerk, das seit 1997 existiert und bislang vorwiegend Universitäten miteinader verbindet.
-> Musik- und Filmindustrie tritt dem Internet2-Konsortium bei - Heise.de
-> Recording, movie groups join Internet2 - c/net
September 11, 2005 in DRM | Permalink | Comments (0) | TrackBack
Tauschbörse Peer Impact setzt auf Indies und MP3
Die kommerzielle Tauschbörse Peer Impact hat ihr Angebot erweitert und bietet ihren NutzerInnen nun auch Musikfiles im MP3-Format zum Tausch an. Vorerst wurden 100.000 MP3s von unabhängigen Labels ins Programm genommen. Peer Impact ist ein so genanntes "legales" P2P-Netz, bei dem die NutzerInnen am Verkauf von Musikfiles mitverdienen können. Bislang wurden ausschließlich Musikdateien im kopiergeschützten Windows-Media-Format zum Tausch freigegeben. Während die Majors ihre Musik fast ausschließlich mit Kopierschutzmechanismen versehen im Netz verkaufen, nutzen kleinere Labels vermehrt das MP3-Format, das den NutzerInnen mehr Rechte im Gebrauch der Musikfiles einräumt.
-> Legales P2P-Netzwerk startet MP3-Tausch - Netzwelt.de
Zum Thema MP3s ohne Digital Rights Management (DRM) siehe auch:
-> Online-Musik: Digitale Rechteverwaltung vs. MP3 - micafilter 05/07/2005
-> Musikdownloads ohne DRM nicht denkbar - Tonspion
-> DRM kills Music - Tonspion
July 24, 2005 in DRM, Musicindustry, P2P | Permalink | Comments (0) | TrackBack
Kopierschutz für Musik-DVDs geknackt
Der lange gut gehütete Kopierschutz CPPM (Content Protection for Prerecorded Media) für DVD Audio wurden vor wenigen Tagen geknackt. Um die Verbreitung des Hacks zu verhindern reagierte die Musikindustrie mit Abmahnungen und Website-Schließungen. Die weitere Verbreitung der Software dürfte dadurch jedoch kaum zu verhindern sein, berichtet "Netzwelt.de".
-> Aufregung um geknackten DVD-Audio-Kopierschutz - Netzwelt.de
July 10, 2005 in DRM, software | Permalink | Comments (0) | TrackBack
Online-Musik: Digitale Rechteverwaltung vs. MP3
Während die Majors ihre Songs in Online-Musikshops fast ausnahmslos mit Kopierschutz verkaufen, setzen immer mehr Indies auf "ungeschützte" MP3-Dateien - nicht ohne Erfolg. So verkaufte etwa der Independent-Musikanbieter emusic.com in den vergangenen 16 Monaten mehr als 40 Millionen Songs. Dies nimmt sich zwar im Vergleich zu den großen Online-Musik-Outlets bescheiden aus. Umgerechnet auf einzelne BesucherInnen setzte der auf Independent-Musik spezialisierte Online-Musikshop jedoch mehr ab, als etwa der Marktführer iTunes Music Store. Die "Los Angeles Times" über das Für und Wider digitaler Rechteverwaltung:
-> Big Music Labels Have Digital Trust Issues - Los Angeles Times
July 5, 2005 in Download-Services, DRM, Musicindustry | Permalink | Comments (0) | TrackBack
Trusted Computing: Die Zukunft des Kopierschutzes
Die Popularität des Musiktausches über Filesharing-Netze ist trotz Klagen der Musikindustrie ungebrochen. Für die Musik- und Filmindustrie könnte sich das Problem der massenhaften Verbreitung nicht autorisierter Inhalte schon bald jedoch gar nicht mehr stellen. Das Zauberwort heißt "Trusted Computing" und gilt vielen als die Zukunft des Kopierschutzes. Dabei werden Sperr- und Filtermechanismen direkt in die Rechner eingebaut: Die Abspielstation Computer entscheidet selbst, "ob ein Stück legitim ist oder nicht". Ob das "vollkontrollierte Trusted Computing-Universe" tatsächlich Realität wird, bleibt vorerst jedoch ungewiss, berichtet die "Süddeutsche Zeitung".
-> Trusted Computing und die Folgen: Wir müssen draußen bleiben - Süddeutsche Zeitung
July 3, 2005 in DRM, Musicindustry, P2P, Urheberrecht | Permalink | Comments (1) | TrackBack
Sony BMG: CDs mit neuer Kopierschutzsoftware
Der Musikkonzern Sony BMG bringt in den USA CDs mit einer neuen Kopierschutzsoftware auf den Markt. Die Zahl der Kopien wird dadurch auf drei beschränkt. Das System ist nicht mit dem Apple Musik-Player iPod kompatibel. Der Transfer von Songs auf mobile Musik-Player ist nur mit einem Windows-Betriebssystem möglich, berichtet die "New York Times". Es liege an Apple seine Software anzupassen, um ebenfalls abspielbar zu sein, heißt es dazu aus dem Unternehmen.
-> Sony-BMG mit Kopierschutz ohne iPod - pressetext austria
-> Sony BMG Tries to Limit Copying of Latest CD's - New York Times (Kostenlose Registrierung erforderlich)
June 15, 2005 in DRM, Musicindustry | Permalink | Comments (1) | TrackBack
EU will Lizenzmodell fuer Online-Musik neu regeln
Die EU-Kommission will die Lizenzierung von Online-Musik erleichtern. Eine Neuregelung des Lizenzmodells für Online-Inhalte könnte nationale Verwertungsgesellschaften darauf verpflichten EU-weite Lizenzen zu erteilen, berichtet "heise online". Bislang mussten Lizenzen für europäische Länder für jedes einzelne Land mit der jeweiligen nationalen Verwertungsgesellschaft verhandelt werden. Dabei kam es immer wieder zu Problemen. Die Content-Anbieter fordern seit längerem eine Neuregelung der Lizenzpraktiken. Der europäische Markt für digitale Unterhaltung entwickelt sich vergleichsweise langsam. So beläuft sich der Download-Markt für die USA auf 235 Millionen Euro. In Europa werden hingegen lediglich 28 Millionen Euro umgesetzt.
-> EU will Politik zum Digital Rights Management neu ausrichten - heise online
June 1, 2005 in Download-Services, DRM, Musicindustry, Urheberrecht | Permalink | Comments (0) | TrackBack
Studie: Digital Rights Management (DRM) "verwirrt und veraergert"
"Kunden erwarten, dass sie digitale Musik auf CD brennen, tauschen und auf verschiedenen Geräten nutzen können. Sie sind verwirrt und verärgert, wenn technische Systeme sie daran hindern", zitiert die Branchenzeitschrift "Musikwoche" die Analystin Nicole Dufft vom Marktforschungsunternehmen Berlecon Resarch, das im Rahmen des Eu-Projektes Indicare das Verhältnis der EuropäerInnen zur digitalen Musik untersucht hat. In einer Anfang dieser Woche veröffentlichten Studie empfiehlt das Unternehmen den Anbietern digitaler Musik ihre Informationspolitik zu verbessern. 69 Prozent der EuropäerInnen benutzen ihren Computer oder MP3-Player zum Abspielen oder Speichern von Musik, heißt es in der Studie weiter. 64 Prozent derjenigen, die im Internet neue MusikerInnen und Bands entdeckt haben, kaufen anschließend auch eine CD. Der Musikindustrie rät das Marktforschungsunternehmen deshalb, "das Auffinden neuer Musik im Internet zu vereinfachen, indem sie den legalen Tausch von Musikdateien ermöglicht und Empfehlungssysteme unterstützt".
-> Europäer fahren auf Digitalmusik ohne DRM ab - Musikwoche
-> Indicare Consumer Survey on Digital Music Published - Indicare
May 25, 2005 in Download-Services, DRM, Musicindustry, P2P | Permalink | Comments (0) | TrackBack