"Ideen sind etwas wert": Ifpi startet Schulprojekt

Der Verband der Österreichischen Musikwirtschaft, Ifpi Austria, will österreichische SchülerInnen für das Thema "Geistiges Eigentum" sensibilisieren und hat dazu das Projekt "Ideen sind etwas wert" gestartet. Das Projekt soll zum Thema Urheberrecht "informieren, Einblicke in die Praxis vermitteln, Neugierde wecken und einem besseren Verständnis für den Schutz und den Wert des Geistigen Eigentums beitragen", erklärte Ifpi-Austria-Chef Franz Medwenitsch am Mittwoch. Mit der Aktion soll auch die "Gratis-Mentalität", die sich bei vielen Internet-NutzerInnen gegenüber Musik eingebürgert hat, bekämpft werden, berichtet "derStandard.at".
-> "Wir brauchen ein Publikum, dem Musik etwas wert ist" - derStandard.at

Siehe dazu auch:
-> Österreich: "Trendwende" im Online-Musikgeschäft - micafilter 22/02/2005

September 21, 2005 in Musicindustry, Urheberrecht | Permalink | Comments (0) | TrackBack

EU-Kommission: Neuer Vorstoß zur Lizenzierung von Musik-Downloads

Geht es nach den Vorschlägen der EU-Kommission, so soll die Lizenzierung von Online-Musik in Europa künftig radikal vereinfacht werden. Der jüngste Vorschlag aus Brüssel zur Lizenzierung von Musik-Downloads sieht vor, dass RechtenutzerInnen sich künftig eine Verwertungsgesellschaft für die gesamteuropäische Lizenzierung von Online-Musik aussuchen können. Auf der Berliner Musikmesse Popkomm gaben BranchenvertreterInnen zu bedenken, dass im Zusammenhang mit der gesamteuropäischen Lizenzierung von Online-Musik noch "zahlreiche offene Fragen" zu klären seien.
-> EU-Kommission gibt Empfehlung zur Lizenzierung von Musik-Downloads ab - heise online
-> Rechtlicher Status der Online-Verbreitung von Musik ungeklärt - derstandard.at
-> Phonoindustrie fordert effiziente Verwertungsgesellschaften - pressetext austria

Siehe dazu auch:
-> Online-Musik: Erste Schritte zu einheitlicher EU-Lizenz - micafilter 18/08/2005
-> Gema warnt vor europaweiten Musiklizenzen - micafilter 26/07/2005
-> EU will Online-Musikrechte reformieren - micafilter 07/07/2005

September 18, 2005 in Kulturpolitik , Musicindustry, Urheberrecht | Permalink | Comments (0) | TrackBack

Piraterie in Bielefeld, P2P User im Gefängnis in Taiwan

Der Kampf gegen Copyright Verstöße wird weltweit höchst unterschiedlich geführt. In Deutschland hat eine eigene Ermittlerabteilung soben einen größeren Piratereifallaufgedeckt. Dabei wurden 25.000 illegale Kopien von CDs,DVDs und Videos beschlagnahmt. Den Beteiligten drohen Haft- und Geldstrafen.In Tawain hingegen wurden die Betreiber einer Tauschbörse verurteilt. Bis zu drei Jahre Haft drohen. Ein User der Tauschbörse muss für sechs Monate hinter Gitter.

-> Taiwan verurteilt P2P-Anbieter zu Gefängnis -Netzwelt

->

25.000 Raubkopien in Bielefeld beschlagnahmt - Musikwoche

September 12, 2005 in P2P, Urheberrecht | Permalink | Comments (0) | TrackBack

Auch Rolling Stones Opfer von Webpiraten

Nach Coldplay, Radiohead und U2 traf es nun auch die Rolling Stones. Ihr neues Album, A Bigger Bang kommt erst heute Montag in die Läden.Die Möglichkeit es illegal downzuloaden gibt es seit 29. August. Dass man das Auftauchen illegaler Downloads so lange hinauszögern konnte,wertet die EMI, die Plattenfirma der Stones für einen Erfolg und fürchtet kaumEinbussen ob der Piraterie. Legal kann man die Tracks des neuen Albums auf der offiziellen Website der Rolling Stones hören.

-> Stones fall victim to web pirates - BBC

September 5, 2005 in Urheberrecht | Permalink | Comments (0) | TrackBack

Podcasting: Schwierigkeiten mit Musiklizenzen

Die Musikindustrie befürchtet, dass mit dem neuen Internet-Abo-Radioformat neue Spielarten der "Piraterie" auftauchen könnten und ziert sich mit der Vergabe von Musiklizenzen. Abhilfe bietet unter anderem das neu gegründete Podsafe Music Network, das unabhängigen MusikerInnen die Möglichkeit bietet, ihre Musik über Podcasts zu promoten.

Podcasting boomt. Die HörerInnenzahlen wachsen rasant, auch etablierte Medien nutzen zunehmend die Möglichkeiten des neuen "Radio on demand". Um Musiklizenzen für das neue Internet-Abo-Radioformat herrscht jedoch weiter Unklarheit. Weil Podcasts MP3-Files sind, die heruntergeladen werden, ziert sich die Musikindustrie mit der Vergabe von Ausstrahlungsrechten. Musikstücke könnten einfach aus den Sendungen herausgeschnitten werden, eine neue Form der "Piraterie" sei im Anmarsch, argumentieren die Musikkonzerne. Radiostationen werden dadurch jedoch daran gehindert, populäre Sendungen, in denen Musik vorkommt, auch als Podcast anzubieten. Die US-Tageszeitung "USA Today" untersucht die Problematik:
-> Storm Clouds Gather Over Podcasting - MacNewsWorld / USA Today

Podsafe Music Network
Um die Frage nach der Rechtmäßigkeit der Ausstrahlung von Musik in Podcasts gar nicht erst aufkommen zu lassen, hat der Podcasting-Pionier Adam Curry das Podsafe Music Network gegründet. Das Netzwerk kann von Bands und MusikerInnen dazu genutzt werden um ihre Musik über das Internet zu promoten. Einzige Bedingung: Auf Tantiemen für die Ausstrahlung in Podcasts müssen die MusikerInnen verzichten.
-> Podcast start-up creates music network - CNet News.com

Siehe dazu auch:
-> Podcasting-Pionier Adam Curry startet Podsafe Music Network - micafilter 20/07/2005

August 24, 2005 in Media, Musicindustry, Urheberrecht | Permalink | Comments (0) | TrackBack

Musikindustrie zieht gegen "Mixtapes" ins Feld

Die Kultur des klassischen Mixtapes, der selbstgemischten Musikkassette, ist spätestens seit der umfassenden Digitalisierung der Musik ausgestorben. Die selbst zusammengestellte Musikkassette, die noch vor wenigen Jahren von der Musikindustrie mit dem Slogan "Home taping is killing music" diskreditiert wurde, ist weitgehend aus den Debatten ums Urheberrecht verschwunden. Vor kurzem entdeckte die Musikindustrie jedoch eine Spielart des Mixtapes, die als Nische im Hip Hip überlebt hatte. Auf CD und Audio-DVD gebrannte selbst kompilierte "Mixtapes" erfreuen sich in New York reger Beliebtheit. Nicht selten stellen KünstlerInnen den MacherInnen der Kompilationen Exklusiv-Tracks zur Verfügung. Seit Mai dieses Jahres gehen die Musikkonzerne verstärkt gegen Plattenläden vor, die solche CDs verkaufen. Die "Süddeutsche Zeitung" berichtet:
-> Hey Alte, hastema ein Mixtape? - Süddeutsche Zeitung

Siehe dazu auch:
-> Selbst gebrannte CDs als Bedrohung für die Musikindustrie - micafilter 15/08/2005
-> Mixtape: "Die besten 90 Minuten meines Lebens" - micafilter 30/03/2005

August 24, 2005 in Musicindustry, Urheberrecht | Permalink | Comments (0) | TrackBack

Online-Musik: Erste Schritte zu einheitlicher EU-Lizenz

Belgien und die Niederlande lassen als erste europäische Länder ihre Einschränkungen der Lizenzierung von Musik fallen und setzen damit erste Schritte für eine paneuropäische Lizenz für Online-Musik. Die EU-Kommission strebt eine einheitliche Lizenzierung von Online-Musik in Europa an, um die Entwicklung des Download-Marktes zu beschleunigen. Nationale Verwertungsgesellschaften könnten dann die Rechte für den Online-Vertrieb von Musik europaweit vergeben. Zur Zeit ist die Lizenzvergabe in der EU noch national geregelt. Anbieter von Online-Musikshops müssen mit 16 verschiedenen Verwertungsgesellschaften verhandeln, wenn sie EU-weit Musik anbieten wolle. MarktbeobachterInnen sehen im komplizierten Lizenzerwerb ein Hemmnis für die Entwicklung des europäischen Online-Musikmarktes, der dem US-Markt hinterherhinkt. 2004 wurden in Europa 27,2 Millionen Euro für Online-Musik ausgegeben. In den USA wurden im Vergleich dazu im vergangenen Jahr 207 Millionen Euro mit dem Verkauf von Musik über das Internet umgesetzt.
-> EU-Musiklizenz: Einigung in Sicht - pressetext austria
-> Online-Musik: Erster Schritt zur einheitlichen Lizenzpolitik - Futurezone
-> EU online music deal closer - BBC
-> 2 states in EU ease sales of songs over Internet - International Herald Tribune

Siehe dazu auch:
-> Gema warnt vor europaweiten Musiklizenzen - micafilter 26/07/2005
-> EU will Online-Musikrechte reformieren - micafilter 07/07/2005

August 18, 2005 in Download-Services, Musicindustry, Urheberrecht | Permalink | Comments (0) | TrackBack

Studie: Verschärfung des Urheberrechts ist schlecht für die Gesellschaft

Der deutsche Ökonom Jochen Haller hat sich in seiner Dissertation den gesamtgesellschaftlichen Auswirkungen des Urheberrechts angenommen und kommt zu dem Schluss, dass die Gesellschaft von einer Verschärfung des Urheberrechts nicht profitieren würde, berichtet "golem.de". Unter dem Titel Urheberrechtsschutz in der Musikindustrie: Eine ökonomische Analyse zeigt Haller auf, das eine stärkerer Urheberrechtsschutz zu gesamtgesellschaftlichen Wohlfahrtsverlusten führen würde. Ersetzt werden könnte die Verschärfung des Urheberrechts durch niedrigere Preise für CDs, schreibt der Ökonom. Denn dann würden auch mehr davon verkauft und viele, die sich derzeit mit unautorisierten Kopien versorgen, würden dann zur Original-CD greifen.
-> Urheberrecht: Weniger Schutz ist besser für die Gesellschaft - golem.de

Siehe dazu auch:
-> Kopieren steigert die Wohlfahrt - micafilter 01/08/2005

August 18, 2005 in Urheberrecht | Permalink | Comments (0) | TrackBack

Internetportal nimmt MP3-Suche vom Netz

Das chinesische Internetprotal Netease hat seine Musiksuche wegen möglicher Copyright-Verletzungen vorerst eingestellt. Die Betreiber befürchten für Urheberrechtsverletzungen verantwortlich gemacht zu werden, da es üblicherweise über MP3-Suchen auch chinesischen Portalen möglich sei, Websites zu finden, auf denen unlizenzierte Musikstücke angeboten werden. Ein vor wenigen Monaten verabschiedetes Gesetz stellt dies in China unter Strafe, berichtet "heise online".
-> Chinesisches Internetportal nimmt MP3-Suche vom Netz - heise online

August 18, 2005 in Urheberrecht | Permalink | Comments (0) | TrackBack

Urheberrecht: Europa auf den Spuren der USA

Ende Juni entschied der oberste US-Gerichtshof, dass die Betreiber von Online-Tauschbörsen unter gewissen Bedingungen für die Urheberrechtsverletzungen ihrer BenutzerInnen verantwortlich gemacht werden können. Eine a href="http://europa.eu.int/eur-lex/lex/LexUriServ/site/en/com/2005/com2005_0276en01.pdf">Gesetzesinitiative der EU-Kommission (pdf, 153 Kb) könnte auch in Europa eine ähnliche Rechtslage schaffen, berichtet "Wired News":
-> Europe Follows Grokster's Lead - Wired News
-> European Union Mulls New Anti-Piracy Proposal - Digital Music News

Siehe dazu auch:
-> "Fall Grokster": Oberster US-Gerichtshof entscheidet zu Gunsten der Musikindustrie - micafilter 27/06/2005
-> Nach "Grokster-Urteil": "Zehn Jahre gebremste Innovation" - micafilter 30/06/2005

August 8, 2005 in Musicindustry, P2P, Urheberrecht | Permalink | Comments (0) | TrackBack